Sinclair Knight Merz - Basketball Arena - London


Die Basketball Arena von außen © www.london2012.com

Die Basketball Arena Visualisierung © www.london2012.com

Die Basketball Arena von innen © www.london2012.com

Konstruktion der Basketball Arena © modernisticdesign.blogspot.com

Die Basketball Arena Lageplan © www.london2012.com
Die Basketball-Arena der Olympischen Spiele 2012 in London ist als Multifunktionsgebäude geplant. Während der Olympiade finden dort die Basketball- und Handballwettkämpfe statt und während der Paralympischen Spiele kann man in der Arena Rollstuhl-Rugby und Rollstuhl-Basketball verfolgen. Das Feld muss also unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden und soll in knapp einem Tag umgebaut werden können. Für die Planung der Arena ist das britische Büro von Sinclair Knight Merz in Zusammenarbeit mit Wilkinson Eyre Architects und KSS verantwortlich.
Wie bei Veranstaltungsstätten olympischer Wettkämpfe üblich ist, stellten sich die Verantwortlichen auch hier die Frage, wie man die Basketball-Arena nach den Spielen verwenden könnte. Da es offensichtlich nicht genügend potentielle Nutzungen für die Arena gibt, beschloss man sich, die Halle nach Beendigung der Spiele abzubauen und die Materialien teilweise in anderen Gebäuden zu recyclen.
Temporär leicht gemacht
Die Basketball-Arena ist die größte temporäre Wettkampfstätte, die je für olympische Spiele gebaut wurde. Entsprechend muss die Konstruktion besondere Anforderungen erfüllen. Die quaderförmige Grundkonstruktion besteht aus einer 1000 Tonnen schweren Stahlrahmen-Konstruktion, die mit 20.000 m² recyclebarer PVC-Membran bespannt wird. Das Dach ist nach oben gewölbt, so erhielt die Membran die nötigte straffe Spannung. Die einzelnen Elemente des Stahlgerüsts zeichnen sich als Muster an der weißen Membran ab. Von außen lässt sích die Stahlrahmen-Konstruktion nur erahnen, ihr Gefüge wird erst innen sichtbar.
Die Konstruktion besteht aus Stahlbögen, die durch ihre ausgeprägte Form die charakteristische Wölbung des Daches erzeugen. Die einzelnen Bögen werden unter anderem durch Stäbe untereinander ausgesteift. Diese gebogenen Stäbe sind es auch, die sich so prägnant in der Außenhülle abzeichnen. Das hohe Maß der Vorfertigung erlaubte es, die gesamte Rahmenkonstruktion in nur drei Monaten fertig zu stellen.
Sitze in Orange
Im Innenraum der temporären Halle gruppieren sich 12.000 Sitzmöglichkeiten um das rechteckige Spielfeld. Die Farben der Sitze, Schwarz und Orange, erinnern in ihrer Anordnung an das Muster eines Basketballs. Über den Köpfen der Zuschauer und Spieler sind die Stahlkonstruktion und die Membran sichtbar. Sie haben ihren Zweck nach den Spielen erfüllt und rufen den Besuchern die Vergänglichkeit dieser Sportstätte in Erinnerung. Die Tribünen sind übrigens größtenteils unabhängig von der Konstruktion der Halle konstruiert. Sie können daher flexibel genutzt und gegebenenfalls auch erweitert oder verkleinert werden.
Die Arena, in farbiges Licht getaucht
Tagsüber wirkt die Membran gleißend weiß, bei Nacht soll sie als Leinwand für Lichtshows genutzt werden. United Visual Artists werden an den leinwandartigen Oberflächen effektvolle Lichtspiele in Szene setzen. Zahlreiche, einzeln steuerbare LEDs werden bewegte Bilder erzeugen und die komplette Fassade in Farben tauchen. Ein Blick auf das Portfolio der britischen Lichtkünstler von United Visual Artists lässt Spektakuläres erwarten .
Das Beleuchtungskonzept wird dafür sorgen, dass die temporäre Basketball-Arena mit ihrer doch eher unaufdringlichen Formgebung neben dem Velodrom oder dem außergewöhnlichen Aquatics Centre nicht in den Hintergrund gerät.
Olympic Delivery Authority
Sinclair Knight Merz, Wilkinson Eyre Architects, KSS
Baujahr: 2011








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