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Gewebte Hülle aus Glas

STP Architekten - Königstadt-Carrée - Berlin

  • Ansicht des Neubaus von der südwestlich angrenzenden Karl-Marx-Alle aus. © Elisabeth R. MeierAnsicht des Neubaus von der südwestlich angrenzenden Karl-Marx-Alle aus. © Elisabeth R. MeierAnsicht des Neubaus von der südwestlich angrenzenden Karl-Marx-Alle aus. © Elisabeth R. MeierAnsicht des Neubaus von der südwestlich angrenzenden Karl-Marx-Alle aus. © Elisabeth R. Meier
  • Die Vertikalpaneele schaffen eine gewebeartige Textur. © Elisabeth R. MeierDie Vertikalpaneele schaffen eine gewebeartige Textur. © Elisabeth R. MeierDie Vertikalpaneele schaffen eine gewebeartige Textur. © Elisabeth R. MeierDie Vertikalpaneele schaffen eine gewebeartige Textur. © Elisabeth R. Meier
  • Mehr Dynamik bieten die unterschiedlich weit herabgelassenen Sonnenschutzelemente. © Elisabet MeierMehr Dynamik bieten die unterschiedlich weit herabgelassenen Sonnenschutzelemente. © Elisabet MeierMehr Dynamik bieten die unterschiedlich weit herabgelassenen Sonnenschutzelemente. © Elisabet MeierMehr Dynamik bieten die unterschiedlich weit herabgelassenen Sonnenschutzelemente. © Elisabet Meier
  • Fassadenansicht von Südwesten aus. © Elisabeth R. MeierFassadenansicht von Südwesten aus. © Elisabeth R. MeierFassadenansicht von Südwesten aus. © Elisabeth R. MeierFassadenansicht von Südwesten aus. © Elisabeth R. Meier
In der Nähe des Berliner Alexanderplatzes wurde vor wenigen Monaten das Königstadt-Carrée der vor Ort ansässigen STP Architekten fertiggestellt.

 

Der an der Ecke Mollstraße/Ecke Otto-Braun-Straße gelegene Komplex setzt sich zusammen aus einem elegant detaillierten Bürohochhaus mit 21 Geschossen und einem zehngeschossigen Anbau, in dem ein Etap-Hotel mit 156 Zimmern eingezogen ist. Unmittelbar angrenzend sollen in einem zweiten Bauabschnitt vier Wohngebäude entstehen.
 

Willkommen in der Königstadt

 Das Quartier nordöstlich vom Alexanderplatz wird seit den 1970er-Jahren vor allem durch Plattenbauten aus der DDR-Zeit bestimmt. Der frühere Name „Königstadt“ des ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert stammenden Viertels war seit den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und der anschließenden Radikalumwandlung weitgehend aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verschwunden. Bis er jetzt in Gestalt des „Königstadt-Carrées“ in komplett verwandelter Form wieder auftaucht. Nicht als historisierende Blockbebauung, wie der Name vielleicht vermuten ließe, sondern als schlank aufragender, oberhalb eines doppelgeschossigen Natursteinsockels rund 80 Meter hoch aufsteigender Hochhauskomplex. Im Inneren des Neubaus stehen 24.000 m² frei vermietbare Flächen zur Verfügung. Neben einem Ärztezentrum und weiteren Mietern soll dort im Herbst auch die Daimler-Tochter Mercedes-Benz Bank einziehen.
 

Kontrast zur Ostmoderne

 Markanter Blickfang nach außen ist die großzügig geöffnete Glasfassade, die mit ihrer abwechslungsreichen Gliederungen einen gelungenen Kontrapunkt zur Monotonie der Ostmoderne mit ihrer allgegenwärtigen Platte schafft. Der auf den ersten Blick scheinbar unregelmäßige Rhythmus von vorgesetzten Vertikalpaneelen aus Milchglas und unterschiedlich breiten Sonnenschutzlamellen ergänzt sich dabei von weitem betrachtet zu einer überaus bewegten Textur. Ein gelungener Kunstgriff der STP Architekten, durch den die kristalline Außenhaut des Königstadt-Carrées einen eher gewebe-artigen Charakter erhalten hat. Zusätzliche Dynamik erhält die gläserne Hülle durch den je nach Sonnenstand unterschiedlich weit herabgelassenen Sonnenschutz. Der direkt angrenzende Gebäudewinkel des Hotels wurde im Kontrast zum Bürohochhaus mit einer großen Glasfront oberhalb des Eingangsbereiches in Richtung der Kreuzung gestaltet. Von der großzügigen Lobby aus haben die Besucher so einen freien Blick auf den nur wenige hundert Meter weiter gelegenen Fernsehturm am Alexanderplatz. Ein gelungenes Projekt, das nicht nur ästhetisch überzeugt, sondern gleichzeitig auch wichtige städtebauliche Impulse bietet.

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constructor: 

Bauart Beteiligungs GmbH & Co. Mollstraße KG, Berlin

architect: 

STP Architekten, Berlin

status: 

Fertigstellung: 11/2010

size: 

Bruttogrundfläche: 40.000 m²

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Alle 1 Kommentare anzeigen

Andreas Erdle

nicht uninteressant, schade daß kein Grundriss abgebildet ist :-(

vor 11 Monaten 2 Wochen 3 Tagen

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