studio 1024 - Les Grandes Tables de L’ile - Île Seguin


Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ C.Sancereau

Les Grandes Tables de L’ile @ Brice Pelleschi

Les Grandes Tables de L’ile @ Brice Pelleschi

Les Grandes Tables de L’ile @ Brice Pelleschi
Die Pariser Architekten von studio 1024 haben auf der Seine-Insel Île Seguin einen temporären Bau geschaffen, der eigentlich zu schön ist, um abgerissen zu werden. Noch ist das Les Grandes Tables ein Platzhalter, während der Architekt Jean Nouvel in einem Großbauprojekt eine alte Autofabrik in ein Museum umbaut. Solange dient die temporäre Box, mit einem Sterne-Restaurant, einem Café, einer Sauna und einem Garten, als ein Begegnungsort, der die Wiederbelebung des ehemaligen Industrie-Standortes fördern soll – bis die Box ihren Zeck erfüllt hat und wieder weichen muss.
Den Charme alter Industriebauten eingefangen
Der Bau wurde mit seinem stark industriell anmutenden Aussehen zum Blickfang inmitten einer romantischen, wildgewachsenen Gartenanlage. Gehalten von einer Gerüstkonstruktion aus Stahl, scheint der hölzerne Gebäudekörper zu schweben. Durch das Gerüstvolumen entstand ein Raum, der das Gebäude optisch erweitert, außerdem bietet er die Gelegenheit zu informellen Events und Partys.
Das Gerüst greift in seiner Form die Optik von traditionellen industriellen Hallenbauten auf, interpretiert diese jedoch durch die schräg gestellten Seitenwänden in einer modernen und dynamischen Art und Weise neu. Auch die Materialwahl ist angelehnt an den industriellen Charakter des Ortes. Durch die rohe Konstruktion mit seinen sichtbaren Anschlüssen und Verarbeitungsspuren wird der Industriecharme des Grundstücks in die Sprache eines zeitgenössischen Gebäudes übersetzt.
Fachwerk aus Stahlgeflecht
Wie ein transparenter Regenschirm schützt das Gerüst die hölzerne Box aus OSB-Platten. Diese Box bietet auf einer Fläche von 300 Quadratmetern Platz für die hochkarätige Küche und das Restaurant des Sternekochs Arnaud Daguin. Neben dem Restaurant beherbergt das Les Grandes Tables noch eine Bar und ein Cafe im Freien.
Über eine lange Treppe wird der Besucher hinauf zur Box geführt. Oben geht es durch große Glastüren in das Innere des Gebäudes.
Der Innenraum ist klar strukturiert. Auf verschiedenen Höhen dienen Öffnungen in rhythmischen Anordnungen als Fenster, sie erscheinen wie aus dem Holz gestanzt. Durch diese Öffnungen hindurch schaut man nicht nur auf die idyllische Parklandschaft, sondern auch auf die außenliegende Haut aus Stahlgeflecht, das wie ein Teil einer Fachwerkkonstruktion wirkt.
Neo-Architecture
Das Les Grandes Tables de L’ile ist charakteristisch für die Arbeit des Architektenduos Pierre Schneider und François Wunshel von studio 1024. Das Projekt bildet, sowohl stilistisch als auch in der Materialwahl, eine architektonische Vereinigung aus Gewächshaus, Kahn und Fachwerkgebäude.
„Wir verwenden viele einfache, rohe und standardisierte Materialien, meist aus der Welt des Rohbaus oder in Verbindung mit Industrialisierung, Transport oder Verpackung“, so beschreiben Pierre Schneider und François Wunshel ihren Umgang mit Materialien. „Gerüste, Container, Fachwerke und Paletten befinden sich in unserem ‚Katalog’ der bevorzugten Materialien.“
In ihrer Arbeit befasst sich das Architektenduo von studio 1024 mit der Kommunikation zwischen der konstruierten und der virtuellen Welt. Sie beziehen bevorzugt neue Technologien, Abbildungen, Videoprojektionen und andere Produkte, die Licht erzeugen, ein. Die Gebäude werden so zu einer Art dreidimensionaler Flachbildschirme. Durch Variationen projizierter Videos und Lichteffekte kann die Stimmung innerhalb und außerhalb des Les Grandes Tables thematisch den Partys und Veranstaltungen angepasst werden. Mit der Beleuchtung der Holzbox und des stählernen Fachwerks kommt der Baukörper regelrecht ins Schweben, das Volumen scheint sich völlig vom Boden abzulösen.
Pierre Schneider und François Wunshel bezeichnen sich selbst als Wegbereiter einer neuen, digital revolutionierten Ära der Architektur, der "Neo-Architektur".
Lichttechnik: LIGHTEVENT Veranstaltungstechnik GmbH
Container und Konstruktion: Sirc- les structures d'exception
studio 1024
Fertiggestellt: 2011
Grundfläche Restaurant: 300 qm







